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Sommertour: Christine Neumann-Martin MdL am SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach

Bild: SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach

Christine Neumann-Martin MdL am SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach

Im Rahmen ihrer Sommertour im Wahlkreis informierte sich unsere Landtagsabgeordnete Christine Neumann-Martin, stellvertretende Vorsitzende im Ausschuss für Soziales und Integration, über die neuesten Entwicklungen am SRH Klinikum Karlsbad Langensteinbach.

Dass es seit ihrem letzten Besuch 2016 sehr nennenswerte und auch für die regionale Versorgung relevante Entwicklungen gab, machte die Informationsrunde mit Geschäftsführer Jörg Schwarzer und dem stellvertretenden Ärztlichen Direktor Dr. Carl Hans Fürstenberg deutlich.

Positiv nahm die Abgeordnete auf, dass nach der Übernahme der Ruland-Kliniken in Dobel, Waldbronn und Herrenalb ein abgestimmtes medizinisches Gesamtkonzept zur Versorgung der Region vorliegt. Ebenso zeigte sie sich beeindruckt davon, dass der Neubau der Psychiatrie gut im Zeitplan liegt und voraussichtlich im Mai/Juni 2019 bezugsfertig sein wird. Auf vier Stationen mit insgesamt 92 Plätzen, davon zwölf für die Tagesklinik, und einer Institutsambulanz werden die Patienten in einem zeitgemäßen Ambiente versorgt. Die bewährte und bundesweit einmalige Kooperation mit der RPK (Reha für Psychisch Kranke) und dem BBRZ (Berufliches Bildungs- und Reha-Zentrum) ermöglicht den Betroffenen eine nahtlose Versorgungskette von der Akutbehandlung bis zur sozialen und beruflichen Wiedereingliederung. Auf Nachfrage von Christine Neumann-Martin MdL nach einer Erweiterung der Bettenzahl bestätigte Geschäftsführer des Klinikums Jörg Schwarzer den hohen Bedarf in der Region.

Bild: SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach

Bei der Besichtigung des 3D-Scanners, von dem es derzeit in Deutschland nur etwa zwölf gibt, zeigte die Landtagsabgeordnete großes Interesse. Der stellvertretende Ärztliche Direktor Dr. Carl Hans Fürstenberg erklärte den Vorteil der um ein Vielfaches geringeren Strahlenbelastung im Vergleich zu konventionellen Röntgen- oder CT-Aufnahmen. Das kommt vor allem an Skoliose erkrankten Kindern zugute, die über die Dauer der Behandlung häufige Röntgenkontrollen benötigen. Außerdem sind Aufnahmen im Stehen möglich, was die statische Verzerrung bei Liegend-Aufnahmen vermeidet. Die Anschaffung des Ganzkörperscanners unterstreicht die medizinische Ausrichtung der Klinik im Bereich der Wirbelsäulenerkrankungen. Dazu berichtete Dr. Fürstenberg, Stellvertretender Ärztlicher Direktor und Chefarzt der Abteilung Querschnittlähmungen, dass sich die Behandlungshäufigkeit immer mehr weg von den Unfällen hin zur Behandlung von altersabhängigen Erscheinungen wie Tumoren und degenerativen Erkrankungen bewege. Zur Behandlung kommen Patienten aus einem großen Einzugsgebiet, einschließlich ausländischer Patienten.

Bild: SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach

Wegen immer größeren Herausforderungen bei der Gewinnung von Fachpersonal, von denen das SRH Klinikum wie alle Kliniken betroffen ist, haben sich neue Wege als erfolgreich erwiesen: in Kooperation mit der Agentur für Arbeit und der GIZ (Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit) wurden bereits 32 ausländische Arbeitskräfte eingestellt, weitere 17 sind im Anerkennungs-Praktikum. Sie erhalten eine umfangreiche Einarbeitung und zusätzliche Sprachförderungen. Gesucht werde aber nur in Ländern mit Pflegekräfteüberschuss, so der Geschäftsführer Jörg Schwarzer. Auch die Gesundheits- und Krankenpflegeschule werde für die 1- und 3-jährige Ausbildung auf 150 Plätze ausgebaut.

Ein ernsthaftes Problem stellt das neue Urteil des Bundessozialgerichts zu den Kriterien für die zulässige Transportzeit in der Schlaganfall-Versorgung dar. Das Urteil legt eine maximal 30 minütige Transportzeit in eine Neurochirurgie ab OP-Indikation fest. Zuvor galt das Zeitfenster für den reinen Transportweg zwischen den Kliniken. In der Region gibt es nur die Neurochirurgie im Städtischen Klinikum Karlsruhe, mit der eine fest etablierte Kooperation besteht. In 2-3 % der Fälle ist eine solche OP nötig. Nach aktuellem Stand brächte das Gesetz die flächendeckende Schlaganfallversorgung – ein Vorzeigeprojekt des Landes Baden-Württemberg – in Gefahr. Das SRH Klinikum Karlsbad-Langensteinbach, zwischen Pforzheim und Karlsruhe gelegen, ist mit seiner hochspezialisierten und zertifizierten Schlaganfall-Einheit unentbehrlich für die Schlaganfallversorgung, bei der die Zeit zum Behandlungsbeginn ein wesentlicher Faktor ist. Die CDU Landtagsabgeordnete Neumann-Martin hat zugesichert, dass sie diese Problematik im September bei einem Gespräch im Bundesgesundheitsministerium ansprechen wird.

 

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