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Hochwasserschutz als gemeinsame Aufgabe

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Am Samstag, den 30. Juli 2016 startete die Landtagsabgeordnete Christine Neumann mit den Gemeindeverbänden Bruchhausen und Malsch auf eine gemeinsame Fahrradtour um bei möglichem Hochwasser gut gerüstet zu sein. Diese Gemeinden sind gebrannte Kinder. Seit dem Hochwasser im Juni 2013 haben Bruchhausen und Malsch den zukünftigen Überflutungen den Kampf angesagt. Die bestehenden Schutzmaßnahmen wurden an mehreren Stationen vor Ort vorgestellt und mit fachmännischer Kenntnis darüber beraten. Der Obmann des Hochwasserschutzes im Landtag, stellvertretender Vorsitzender der CDU-Landtagsfraktion Karl-Wilhelm Röhm und der Bundestagabgeordneter für Karlsruhe-Land Axel E. Fischer hörten sich die Problematik vor Ort an und wollen diese im Land und Bund vorbringen. Neben den Vertretern der CDU-Ortsverbände, Hochwasserschutzexperten und Abgeordneten nahmen auch interessierte Bürger an der Informationsveranstaltung teil. „Natürlich bleiben kritische Fragen da nicht aus“ so Christine Neumann, MdL. Zunächst wurde der Walprechtsbach besichtigt, der das Wasser durch Malsch ableitet. Bürger Martin Wildemann machte auf den Verwuchs des Kanals aufmerksam. Laut Wildemann gehen 30 bis 40 Zentimeter Höhe dadurch verloren. Thomas Kastner, Vorsitzender der CDU Malsch kündigte im Dorf verbessernde Maßnahmen an, die aber in das Stadtbild eingepasst werden sollen. Nächste Station der Radtour war das Hochwasser-Rückhaltebecken Fuchzich. Dieses wurde von Ettlingen und Malsch gemeinsam errichtet und fasst eine Staumenge von 600.000 Kubikmetern Wasser. Experte Herbert Rull, der seinerzeit das Projekt leitete, berichtet, dass es seither kein Rückstauproblem mehr nach Malsch gibt. Vom Fuchzich wird das Wasser portionsweise nach Bruchhausen weitergeleitet. An der Pumpanlage wird dafür gesorgt, dass im Falle eines Hochwassers insbesondere Bruchhausen geschützt ist. Beate Sommer von der Tiefbauabteilung erklärte den interessierten Zuhörern die Anlage und das hier beginnende Hochwassermanagement der Stadt Ettlingen. Die fünf Pumpen der Anlage schalten sich bei einem Pegelstand von 1,45 Metern automatisch an. Auch wenn vieles laut den Verantwortlichen gut funktioniert, sind Nachbesserungen an den einzelnen Stationen notwendig. Es muss gewährleistet sein, dass der Malscher Landgraben, der das Wasser nach Bruchhausen leitet, regelmäßig von Bewuchs befreit wird. Außerdem zeige die Hochwasseranzeige in Bruchhausen den Pegel ungenau an. Hier soll mehr Transparenz für den Bürger her. Für diese und weitere Maßnahmen in den nächsten zehn Jahren rechnet Ettlingens Bürgermeister Thomas Fedrow für Ettlingen und Malsch mit Kosten von insgesamt etwa 44 Millionen Euro. Es wird auf eine 70-prozentige Förderung des Landes gehofft.

 

Bilder von Christine Neumann und Thomas Fedrow

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