Home / Allgemein / Christine Neumann-Martin MdL zum Meinungsaustausch bei der Agentur für Arbeit Ettlingen und beim Jobcenter, Landkreis Karlsruhe

Christine Neumann-Martin MdL zum Meinungsaustausch bei der Agentur für Arbeit Ettlingen und beim Jobcenter, Landkreis Karlsruhe

„Flüchtlinge, das ist ein Langstreckenlauf“, erklärte Ernst Karle, Geschäftsstellenleiter der Agentur für Arbeit Ettlingen gegenüber der Landtagsabgeordneten Christine Neumann-Martin. Flüchtlinge könnten mit Genehmigung der Ausländerbehörde bereits nach drei Monaten erwerbstätig werden, so dass innerhalb kurzer Zeit die Integration auf den Arbeitsmarkt begonnen werden könnte. „Wichtig für den Erfolg sind aber Deutschkenntnisse.“ Neumann-Martin und Karle waren sich einig, dass dies die entscheidende Schlüsselqualifikation für eine dauerhafte Integration in den Arbeitsmarkt und damit auch in die deutsche Gesellschaft sei. „Deshalb unterstützt das Land Baden-Württemberg die Kommunen auch finanziell dabei, ausreichend Sprach- und Integrationskurse anzubieten“, so die Landtagsabgeordnete, die als stellvertretende Vorsitzende im Ausschuss für Soziales und Integration des Landtags von Baden-Württemberg mit den vielschichtigen Herausforderungen vertraut ist. Auch die Einschätzung der beruflichen Qualifikationen sei nicht immer einfach, erläuterte Karle. „Die Agentur für Arbeit hat in Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung deshalb den computergestützten Test MYSKILLS entwickelt. Mit diesem Test kann berufliches Handlungswissen getestet und eingeschätzt werden – und dies ohne Sprachbarrieren und unabhängig von formalen Abschlüssen, die in den meisten Fällen gar nicht vorhanden sind.“

 

„Die Integration von Langzeitarbeitslosen in den regulären Arbeitsmarkt stellt weiterhin eine große Herausforderung dar“, fügte der Geschäftsstellenleiter des Jobcenters des Landkreises Karlsruhe Markus Rall an. Trotz sehr guter Arbeitsmarktzahlen und einer historisch niedrigen Arbeitslosenquote gibt es einen stabil bleibenden Anteil an Langzeitarbeitslosen, die weiterhin Unterstützung benötigten. Gemeinsam mit seinem Team betreut er etwa 1300 Bedarfsgemeinschaften, davon ca. 600 aus Ettlingen (mit Stadtteile). Erfreut zeigte Markus Rall sich darüber, dass lange Wartezeiten für die Bewilligung von Anträgen aktuell nicht gegeben sind.

Auf dem Bild von links nach rechts: Ernst Karle, Christine Neumann-Martin, Markus Rall

Das könnte Sie auch interessieren:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.